Planung und Inhalte von Fertigungsprogrammen (Programm und Programmbreite)
Was das konkret bedeutet: Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Produktpolitik (siehe Erklärvideo). Fragen aus diesem Bereich können umfassend im Abi dran kommen.
Produktprogrammanalyse basierend auf Produktlebenszyklus- und Portfolioanalyse
Was das konkret bedeutet: Hier müssen zwei konkrete Instrumente angewandt werden, die PLZ-Analyse und die Portfolioanalyse. Über die Anwendung hinaus kommen im Abi auch Theorie-Fragen vor, z.B. eine konkrete Beschreibung der Instrumente, aber auch ein theoretischer Vergleich. Also was sind Stärken und Schwächen, in welchen Situationen ist das eine und in welchen das andere Instrument besser.
Deckungsbeitragsstruktur (absolut und relativ) mit anschließender Produktionsprogrammplanung
Was das konkret bedeutet: Es gibt in diesem Bereich sehr einfache Aufgaben, wie das einfache Berechnen von absoluten Deckungsbeiträgen bis hin zum Betriebsergebnis. Etwas weitgehender ist der relative Deckungsbeitrag. Eine Stufe anspruchsvoller ist die Aufgabe, auf Basis der relativen Deckungsbeiträge ein optimales Produktionsprogramm aufzustellen: Wir können zeitlich nicht alles produzieren (Stichwort: Engpass), daher produzieren wir als erstes die Produkte, welche uns pro Zeiteinheit den meisten Deckungsbeitrag bringen.
Erklärvideo zur Deckungsbeitragsrechnung bis zum Betriebsergebnis
Gesamt- und Grenzkostenfunktionen | Kostenstrukturen (fixe Kosten, variable Kosten, Break Even Point)
Was das konkret bedeutet: Es können im Abi auch generell Aufgaben zu Kosten dran kommen, in welchen Kostenfunktionen aufgestellt werden müssen und zum Beispiel der Break-even-point bestimmt werden muss.
Aktueller Aspekt: Darstellung der Produktpolitik eines Unternehmens
Was das konkret bedeutet: Es gibt Abiaufgaben, in welchen sich auf ein aktuelles (fiktives) Beispiel bezogen wird. So könnten Aufgaben so aufgebaut sein, dass die Instrumente der Produktpolitik auf ein konkretes Unternehmen angewandt werden müssen.
Was das konkret bedeutet: Fertigungsverfahren wie Einzelarbeitsplätze, Werkstättenfertigung, Reihenfertigung, Fließfertigung, Gruppenfertigung und Baustellenfertigung müssen mit Vor- und Nachteilen beschrieben werden können. Möglich ist auch die Frage nach einer Empfehlung eines Verfahrens für ein konkretes Unternehmen.
Was das konkret bedeutet: Es können Rechen- und Theorieaufgaben dazu dran kommen. Kern der Aufgaben ist es zu bestimmen ab wann bzw. in welchen Situationen es sich eher lohnt bestimmte Produkte selbst zu produzieren oder fremd von einem Zulieferer einzukaufen.
Was das konkret bedeutet: Es ist schwer zu sagen, was noch Grundlagen und was bereits weiterführende Punkte der Lagerkosten sind. Für das Abi 2026 ist allerdings auch der Punkt 1.5 ausgewählt, in diesem spielen Lagerkosten eine große Rolle. Daher wird dieser Punkt eine Spalte weiter genauer erläutert.
Rationalisierungs- und Optimierungskonzepte (im Bereich Personal, Fertigung, Logistik)
Was das konkret bedeutet:
Hier sind wir im Bereich der "Bla Bla" Aufgaben in der Q1. Es geht um strategische Entscheidungen im Betrieb um die Abläufe zu optimieren. Wir haben uns folgende Bereiche angeschaut:
Aktueller Aspekt: Verzahnung der Produktion mit modernster Kommunikations- und Informationstechnik (Industrie 4.0)
Was das konkret bedeutet:
Beschreibt die intensive Vernetzung physischer Produktionsprozesse (Maschinen, Anlagen) mit digitalen IT-Systemen wie Cloud-Computing und KI für Echtzeit-Datenaustausch. Dies ermöglicht smarte, selbstoptimierende Fabriken (“Smart Factory”)
Kriterien der Investitionsplanung im Rahmen von Investitionsrechnung und Investitionsrechenverfahren
Was das konkret bedeutet: Es geht hier um die Kriterien, nach welchen sich für bestimmte Investitionen entschieden wird. Das können neben ökonomischen Zielen auch soziale oder ökologische Ziele sein. Hierzu gehören aber auch verschiedene Investitionsarten wie Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen.
Wirtschaftliche und finanzielle Analyse im Rahmen der Investitionsplanung
Was das konkret bedeutet: Bevor Investionsrechenverfahren angewandt werden, muss ein Investionsplan gemacht werden. Beispielsweise welche Art Maschine brauche ich wann und in welcher Form?
Was das konkret bedeutet: Innenfinanzierung ist nicht Abiturrelevant. Die Abgrenzung zur Außenfinanzierung aber schon. Daher sollte man wissen, was Innenfinanzierung ist.
Unterschiede zwischen Eigen- und Fremdkapital (Bewertungsaspekte)
Was das konkret bedeutet: Hier sind wir im Bereich der Bilanzanalyse. Also Bilanzkennzahlen wie Eigenkapitalrentabilität oder Liquiditätsgrad. Auch die 1:1 Regel und die goldene Bilanzregel könnte im Abi relevant sein.
Beteiligungsfinanzierung emissionsfähiger und nicht emissionsfähiger Unternehmen
Was das konkret bedeutet: Emissionsfähige Unternehmen sind im WL-Kontext AGs, die eigene Unternehmensanteile als Aktien verkaufen können, um Geld für Investitionen einzusammeln. AGs spielen die größte Rolle in diesem Themengebiet. Es könnten aber auch Fragen zu nicht emissionsfähigen Unternehmen dran kommen. Das sind z.B. GmbHs, welche neue Gesellschafter aufnehmen, die wiederum eine Einlage mitbringen. Das spült auch Geld in die Kassen der Unternehmen.
Erklärvideo Kapitalerhöhung aus Sicht des Unternehmens:
Kurz- und mittelfristige Kreditfinanzierung (Lieferanten- und Konsumentenkredite)
Was das konkret bedeutet: Hier geht es vor allem um den Kontokorrentkredit (Überziehung des Kontos) und ob dies günstiger ist, als einen Lieferantenkredit (Stichwort: Skonto) in Anspruch zu nehmen.
Aktueller Aspekt: Vergleich der Konditionen diverser Konsumentenkredite
Was das konkret bedeutet: Dieser Punkt in der Auflistung zeigt, dass es durchaus sinnvoll sein kann zu wissen, wie hoch die Zinsen für Kredite aktuell ungefähr sind.
Gesamtwirtschaftliche Konsum-, Spar- und Investitionsfunktion
Was das konkret bedeutet: Hier dreht es sich um die Theorie von Keynes wenn man von einem Wirtschaftskreislauf ausgeht, der nur aus Haushalten, Unternehmen und Banken besteht.
Erklärvideo Konsum-, Spar- und Investitionsfunktion:
Gesamtwirtschaftliches Gütermarktgleichgewicht und Expansions- und Kontraktionsprozesse
Was das konkret bedeutet: Expansions- und Kontraktionsprozesse sind Veränderungen, welche durch Veränderungen der Konsum- oder Sparquote in Gang gesetzt werden. Wir sind hier bei der Formel von Keynes und Veränderungen, die dargestellt werden können. Dieser Punkt meint z.B. auch das Basiseinkommen oder den Investionsmultiplikator im evolutorischen Wirtschaftskreislauf.
Wirkung von Transformations- und Transferausgaben sowie Steuererhöhungen respektive -erleichterungen auf das Gleichgewichtseinkommen / Beschäftigung
Was das konkret bedeutet: Hier geht es darum, was der Staat im Wirtschaftskreislauf nach Keynes beeinflussen kann und welche Auswirkungen dies auf das Y hat.
Erklärvideo Staat im evolutorischen Wirtschaftskreislauf:
Aktueller Aspekt: Kritische Betrachtung: Modell versus Realität
Was das konkret bedeutet: Keynes Modell ist ein MODELL. Wir versuchen also die komplexe Realität anhand von einfachen Modellen erklärbar zu machen. Dies kann anhand verschiedener Punkte kritisiert werden.
Zusammengefasst: Hier sind viele Themen, die bereits in der Q2 PoWi relevant waren. Es geht vor allem um die Konjunktur und wirtschaftspolitische Strategien.
Konjunktur (Konjunkturzyklen, Arten von Wirtschaftsschwankungen, Ursachen und Indikatoren)
Was das konkret bedeutet: Die Überschrift fasst es bereits sehr gut zusammen. All diese Punkte müssen grundsätzlich auswendig gekonnt oder auf eine Situation als Analyse angewandt werden.
Was das konkret bedeutet: Hier geht es um die Frage unserer Wirtschaftsordnung. Wir haben unsere Wirtschaft als ein Zwischending von Planwirtschaft und freier Marktwirtschaft geordnet. So wenig Staat wie möglich, aber so viel wie nötig.
Was das konkret bedeutet: Hier geht es um die unterschiedlichen Möglichkeiten, die vor allem Staaten haben um wirtschaftspolitisch zu agieren. Es geht hier um Fragen der Fiskal-, Ausgaben-, Einnahmen- und Schuldenpolitik. Aber auch die angebotsorientierte und nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik sind wirtschaftspolitische Strategien.
Angebotsorientierte und antizyklische Fiskalpolitik und ihre Grenzen
Was das konkret bedeutet: Antizyklische Fiskalpolitik kann mit der nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik gleichgestellt werden. Um diese geht es auch hier sowie um die Gegenüberstellung der Angebotsorientierung.
Geldpolitisches Instrumentarium der Europäischen Zentralbank, antizyklische und potenzialorientierte Geldpolitik sowie deren Grenzen
Was das konkret bedeutet: Die EZB ist für die Preisniveaustabilität zuständig. Um die Instrumente, Wirkungsketten, Chancen und Grenzen geht es bei diesem Punkt.
Aktueller Aspekt: Konjunkturanalyse realer Volkswirtschaften und Beurteilung wirt-schaftspolitischer Maßnahmen
Was das konkret bedeutet: Alle Punkte der Wirtschaftspolitik müssen nicht nur auswendig wiedergegeben und erläutert werden können, sondern auch auf konkrete Situationen angewandt werden. Z.B. durch das analysieren von Grafiken.
Erklärvideo Bruttoinlandsprodukt und Wirtschaftswachstum: