Das Design von Produkten und Objekten steht in dieser Lerneinheit im Mittelpunkt. Hier lernen die Schüler:innen verschiedene Design-Bereiche kennen und entwickeln Schritt für Schritt ein eigenes funktionales Objekt. Es folgt ein Ranking der besten Ideen. Zum Ende beschäftigen sich die Schüler:innen mit dem 3D-Druck ihrer Modelle und erfahren so den Nutzen dieser Technologie.
Sekundarschule 6. Klasse
Kunsterziehung – Kompetenzschwerpunkt: Design
7 Unterrichtsstunden
Grundlagenwissen zum Bereich Konstruieren, Formen, Fertigen aus der Grundschule.
Schaut euch einmal in eurem Klassenzimmer um. Was fällt euch alles auf, wo ein Design hinter steckt? Diskutiert zuerst zu zweit und dann in der Klasse.
Lest euch die Definition zum Design aufmerksam durch und diskutiert die Begriffe Funktion, Bedienbarkeit, Interaktion mit den Benutzer*innen, Nachhaltigkeit und Innovation.
Der Begriff stammt aus dem Italienischen von „Disegno“ und steht für Konzeption, Gestaltung, Entwurf. Design findet sich in den unterschiedlichsten Bereich wieder, u.a. in der Mode (Modedesign), im audiovisuellen Bereich (Sounddesign, Fotodesign, Mediendesign), in Bauwerken (Innenarchitektur) oder bei funktionalen Serienprodukten (Produkt/- Industriedesign). Der Design-Prozess verläuft dabei abhängig von der Funktion, Bedienbarkeit und der Interaktion mit den Benutzer:innen. Auch die Lebensdauer des Objekts/Produkts spielt eine zunehmende Rolle in Bezug auf die Nachhaltigkeit. Am Beginn jeden Design-Prozesses sollte eine Analyse des Vorgefundenen stehen, um den Innovationsgrad hoch zu halten.
Sucht euch jede/r einen Bereich aus der Definition aus. Jeder Bereich sollte mindestens einmal in der Klasse vertreten sein. Sammelt eure Ideen zu den Fragen:
1. An welchen Produkten arbeiten Designer*innen aus diesem Bereich? 2. Auf was müssen sie im Design-Prozess besonders achten? 3. Wo werden ihre Produkte verkauft?
Stellt euch anschließend die Bereiche vor und ergänzt. Schneidet die Bilder der eizelnen Designbereiche aus dem Poster aus und klebt sie auf. Dabei solltet ihr mindestens die Größe A3 wählen. Ergänzt nun eure Überlegungen. Schreibt stichpunktartig auf, welche Objekte beispielsweise produziert werden.
Sucht euch nun einen funktionalen Gegenstand aus eurem Klassenraum aus und beantwortet die vorliegenden Fragen. Stelle den Gegenstand deiner Sitznachbarin/ deinem Sitznachbar vor.
1. Was hat dieser für ein Material? 2. Wofür wird er genutzt? 3. Welche Form hat er? 4. Warum hat dein Gegenstand diese Form? 5. Stellen die Form und die Funktionalität eine Einheit dar? 6. In welchen Design-Bereich lässt sich das Produkt/Objekt einordnen?
Lest euch die Infobox durch und überlegt gemeinsam welche Details ihr bei euren Objekten erkennen könnt. Wenn ihr keine entdeckt, sucht weitere Gegenstände, die Icons, Indexe und Symbole enthalten. Dienen sie der Funktionalität? Was Icons, Index und Symbole sind siehst du in dem Kasten. Lies ihn dir zunächst aufmerksam durch.
Ab jetzt geht es ans Konstruieren deines eigenen Gegenstands. Überlege dir ein neues funktionales Objekt oder baue ein Vorhandenes aus den vorangegangenen Aufgaben nach. Wichtig ist dabei, dass dein Gegenstand nützlich ist. Mach dir dazu zu folgenden Fragen Überlegungen:
1. In welchem Design-Bereich siedelt sich dein Gegenstand an? 2. Was ist die Funktion deines Gegenstandes? 3. Aus wie vielen Einzelteilen besteht er? 4. Wie groß ist er? 5. Gibt es Verbindungselemente, die drehbar/steckbar sind? Wozu dienen sie? 6. Gibt es Icons oder Symbole, die eine Funktion haben?
Fertige dir eine grobe Skizze deines Gegenstands an. Füge Beschriftungen hinzu, welches Teil wofür nützlich ist. Beachte die Beweglichkeit, den Nutzen und die Ästhetik.
Dein 3D-Objekt kann aus dem Material PLA gedruckt werden. Recherchiert zu zweit im Internet zu dem Material.
1. Welche Vorteile bietet es? Beschreibe die Nachhaltigkeit des Materials und generell des 3D-Drucks. 2. Gibt es auch andere Materialien, mit denen man 3D drucken kann?
3. Diskutiert die Sinnhaftigkeit von 3D gedruckten Objekten. Wo können diese eingesetzt werden? Wie nachhaltig sind diese?
Überlege dir, wie du dein Objekt deinen Mitschüler:innen präsentieren willst. Du kannst ein Poster oder Flipchart erstellen, ein kurzes Video drehen oder eine digitale Präsentation nutzen.
1. Wie heißt dein Produkt/Objekt? 2. Überlege dir, wo man dein Gegenstand kaufen kann und was dieser kostet. 3. Wo möchtest du für deinen Gegenstand werben (Social Media, Fachzeitschriften, Messen, Werbesäulen)?
Legt eure Notizen und die Skizze zu eurem Objekt gut sichtbar auf euren Platz.
Geht nun rum und schaut euch die Objekte eurer Mitschüler*innen an und kürt die drei besten Objekte. Jeder Schüler/jede Schülerin hat dabei zwei Stimmen.