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Medienbeziehung statt Medienerziehung?!
  • Medienkompetente und digitale mündige Kinder und Jugendliche brauchen medienkompetente und an deren Lebenswelt interessierte erwachsene Vorbilder und Verantwortliche, also Eltern und Lehrkräfte!
  • Für die Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus gilt:
  • Wir müssen divergierende Positionen aushalten und gemeinsame Beziehungsziele aushandeln zwischen "Alles verbieten" und "Alles erlauben".
  • Medienbeziehung statt Medienerziehung?!
  • Der Begriff "Medienbeziehung" anstelle von "Medienerziehung" soll eine gleichberechtigtere, dialogorientierte und lebensnahe Auseinandersetzung mit Medien innerhalb der Familie betonen.
    Während „Medienerziehung“ oft eine einseitige, instruktive Haltung suggeriert („Eltern und Schule erziehen Kinder im Umgang mit Medien“), drückt „Medienbeziehung“ aus, dass:
  • 1. Medien ein gemeinsamer Bestandteil des Lebens sind – Eltern, Schule und Kinder gestalten ihren Medienumgang gemeinsam, statt dass Eltern und Schule nur Regeln vorgeben.
  • 2. Mediennutzung im Austausch statt in Kontrolle geschieht – Offene Gespräche über Inhalte, Herausforderungen und positive Erlebnisse schaffen Vertrauen.
  • 3. Eltern und Lehrkräfte selbst Lernende sind – Die digitale Welt verändert sich ständig, und auch Erwachsene müssen sich mit neuen Entwicklungen auseinandersetzen.
  • 4. Medienverhalten Vorbildwirkung hat – Kinder und Jugendliche lernen nicht nur durch Regeln, sondern vor allem durch das Medienverhalten ihrer Eltern.
  • 5. Beziehung über Kontrolle steht – Technische und andere Kontrollmaßnahmen Schutzmaßnahmen sind wichtig, aber ein vertrauensvolles Verhältnis, in dem Kinder über Probleme sprechen können, ist essenzieller.
  • Medienbeziehung in der Praxis bedeutet also:
    • Gemeinsame Medienzeiten: Filme schauen, Musik hören, Gaming begleiten, Social Media analysieren.
    • Offene Gespräche über Trends, Gefahren, Erfahrungen.
    • Gemeinsame Aushandlung von Regeln statt einseitiger Verbote.
    • ehrliches Interesse am Medienverhalten der Kinder/Jugendlichen, ohne misstrauische Kontrolle.
    • Vorbild, Beispiel und Liebe geben - die pädagogischen Grundsätze von Pestalozzi/Fröbel gelten auch in der Digitalität
    • den Werte und Normenrahmen gestalten und leben - nicht nur die digitale Ethik und Empathie ins Herzen schließen
  • Deshalb:
  • "Es geht nicht nur um MedienERZIEHUNG, sondern um eine gesunde MedienBEZIEHUNG: Wie können wir als Familie und Schulfamilie einen guten, verantwortungsvollen und insgesamt mündigen Umgang mit Medien gestalten – mit Regeln, Vertrauen und Offenheit?"