Tello Edu-Drohnen in der Schule
Stefan JahnKontakt
Medienzentrum
-
Medienzentrum Gießen-Vogelsberg
-
Tel.: 06 41-94 84 84 9-0
-
info@mzgivb.de
Tipps und Tricks
WLAN-Chaos vermeiden
-
Die Drohnen sind über WLAN mit dem Endgerät zur Steuerung verbunden:
-
WLAN-Namen der einzelnen Drohnen deutlich kennzeichnen. Der WLAN-Name ist normalerweise nur zu sehen, wenn der Akku entfernt ist (winzig, unten mittig in dem Akku-Fach).
-
Idee: iPad und Drohne nacheinander einzeln verbinden, damit deutlich wird, welche Drohne zu wem gehört und jedes Kind die richtige Drohne steuert.
Signale vereinbaren
-
Die Drohnen erzeugen einen ordentlichen Lärmpegel und die Verlockung eine Drohne zu starten ist, sobald sie ausgeteilt sind groß.
-
Deshalb:
-
Einweisung und Aufgaben vor dem Austeilen der Drohne
-
Visuelles Zeichen vereinbaren, wenn alle Drohnen landen sollen (Lichtschalter, Geste, Folie auf dem Panel etc.)
Flugzeit beachten
-
Die Drohnen haben eine ungefähre Flugzeit von 7-10 Minuten pro Akku. Je nach Aktionen ist die Laufzeit kürzer (Flips verbrauchen mehr Strom).
-
Ersatzakkus bereithalten ist deshalb sinnvoll und Aufgaben sollten nie länger als 15 Minuten am Stück dauern.
-
Die Ladezeit beträgt ca. 1 Stunde, deshalb mit mind. 3 Akkus pro Drohne rechnen. Das Ladegerät lädt die Akkus nicht gleichzeitig, sondern nacheinander.
-
Nach dem Akku-Wechsel muss die Drohne neu mit dem WLAN verbunden werden.
-
Die Apps zeigen den aktuellen Ladestatus an. Bei geringer Ladung sind bestimmte Funktionen nicht mehr möglich (z.B. Flips, diese deshalb eher zu Beginn ausprobieren lassen).
Crash
-
Kleine Unfälle können schnell passieren. Aber keine Angst, die Drohnen halten einiges aus und sind ziemlich robust!
-
Propeller können notfalls nachbestellt werden.
-
Zusammenstöße mit Menschen können ein bisschen schmerzhaft sein, insb. wenn Haare sich in den Propeller ziehen. Deshab bei langen Haaren gerne mit Zopf arbeiten.
Rechtliches
-
Beim Einsatz von Drohnen in Deutschland sind zahlreiche rechtliche Vorgaben zu beachten. Die wichtigsten Aspekte sind:
-
1. Gesetzliche Grundlagen und Verordnungen
-
• Der Betrieb von Drohnen wird durch das Luftverkehrsgesetz (LuftVG), die Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO), die Drohnenverordnung sowie die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geregelt.
-
• Die EU-Drohnenverordnung unterteilt Drohnenflüge in verschiedene Betriebskategorien (offen, speziell, zulassungspflichtig) mit jeweils eigenen Anforderungen.
-
2. Registrierung und Kennzeichnung
-
• Drohnen mit einem Gewicht ab 250 g oder mit Kamera/Sensoren müssen beim Luftfahrt-Bundesamt registriert werden. Nach der Registrierung erhält der Betreiber eine e-ID, die an der Drohne angebracht werden muss.
-
3. Drohnenführerschein
-
• Ab 250 g Abfluggewicht ist ein Drohnenführerschein (EU-Kompetenznachweis) erforderlich, der durch einen Online-Test erworben werden kann.
-
4. Versicherungspflicht
-
• Für jede Drohne ist eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben, die Schäden durch den Drohnenbetrieb abdeckt.
-
5. Flugregeln und -beschränkungen
-
• Maximale Flughöhe: 120 Meter über Grund ohne Sondergenehmigung.
-
• Sichtweite: Die Drohne muss stets in direkter Sichtweite des Piloten betrieben werden.
-
• Abstandspflichten: Mindestabstände von 100 Metern zu Menschenansammlungen, Krankenhäusern, Justizvollzugsanstalten, Militäreinrichtungen, Industrieanlagen, Unglücksorten, Bundesfernstraßen, Bahnanlagen und weiteren sensiblen Bereichen sind einzuhalten.
-
• Flugverbotszonen: Über Wohngrundstücken, Naturschutzgebieten, in der Nähe von Flughäfen (1,5 km Abstand), Kontrollzonen und weiteren besonders geschützten Gebieten ist das Fliegen verboten oder nur mit Genehmigung erlaubt.
-
6. Datenschutz und Persönlichkeitsrechte
-
• Die Privatsphäre Dritter muss gewahrt werden. Bild- und Videoaufnahmen ohne Einwilligung, insbesondere über Privatgrundstücken, sind in der Regel unzulässig und können Persönlichkeitsrechte verletzen.
-
• Für Überwachungszwecke gelten zusätzlich die strengen Vorgaben der DSGVO.
-
7. Weitere Hinweise
-
• Nachtflüge sind grundsätzlich erlaubt, wenn die Drohne mit entsprechenden Positionslichtern ausgestattet ist.
-
• Drohnen müssen bemannten Luftfahrzeugen immer ausweichen und dürfen diese nicht behindern.
-
Zusammengefasst:
-
Wer eine Drohne betreibt, muss sich mit den geltenden Luftverkehrsregeln, Datenschutzbestimmungen, Registrierungs- und Versicherungspflichten sowie den örtlichen Flugbeschränkungen vertraut machen und diese strikt einhalten, um Bußgelder und rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Einsatzmöglichkeiten
Unterrichtsidee: Tiere retten
-
he.edumaps.de LINK
Fotorallye
-
Ob eine Schatzsuche oder Dosendiktat, die Fotofunktion der Drohne erlaubt es diese Unterrichtsideen weiter auszubauen und auch ungewöhnliche Orte mit einzubeziehen.
-
Auch das Bilden von Summen im Mathematikunterricht oder von Wörtern im Deutschunterricht durch das Abfliegen und Fotografieren verschiedener Zahlen/Buschstaben kann so zum Erlebnis werden.
Parcours
-
Der ewige Kampf Mensch gegen Maschine im Sportunterricht:
-
Die Drohne kann Hindernisse und Stationen im Sportunterricht "vorturnen", die Kinder machen es nach.
-
Auch ein Wettbewerb lässt sich so gestalten:
-
Wer kann präziser im Ring landen (Drohne präzise landen lernen), wer ist schneller durch die Reifen durch?
-
Im Anschluss kann diskutiert werden, an welchen Stellen die Kinder schneller, präziser und flexibler waren und welche Aufgaben eine Drohne besser lösen kann, um ein besseres Verständnis für Technik und das Programmieren zu bekommen und welche Aufgaben künftig Drohnen übernehmen könnten.
Muster zeichnen
3 Fußballfelder groß
-
Drohnenbilder von Landschaften sind fester Bestandteil der meisten Naturaufnahmen und Dokumentationen.
-
Mit der Drohne lässt sich zeigen, wie solche Aufnahmen zu Stande kommen und vielleicht sogar der kleine Bach neben der Schule endlich erkunden.
-
Auch lässt sich der Nutzen von Drohnenaufnahmen in der Natur diskutieren (Tiere finden, Ausmaß von Zerstörung besser begutachten können).
Schulhof anders erleben
-
Raum (insb. den Nahraum) zu erleben ist Teil des Lehrplans.
-
Der Schulhof kann mit Hilfe der Drohne anders erfasst und genutzt werden.
Beispielsweise lässt sich der Schulhof mit Kreide bemalen und aus dem Klassenraum heraus mit der Drohne von oben angucken, fotografieren und sogar das Himmel-und-Hölle-Spiel spielen!
Verkehrsregeln
-
Die Drohne kann auch für Verkehrsübungen eingesetzt werden und durch den Fahrradpacours fliegen.
-
Als Ergänzung kann das eigene Aufstellen von Regeln trainiert werden: Darf ich übereinander fliegen?
Durch das Einbeziehen des dreidimensionalen Raumes ergeben sich nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch Fragestellungen und Probleme, die diskutiert werden können!
Anleitungen
Lehrerhandbuch
Arbeitsbuch Schüler
kurze Anleitung Fliegen
-
Es wird benötigt:
-
- Tello Drohne
- dazugehöriger Akku (am besten mehrere) - - - Endgerät mit Android oder IOS Betriebssystem (z.B. iPad)
- die Tello und/oder Tello Edu App
-
1. WLAN-Code der Drohne (im Akkufach und aufgeklebt) herausfinden und merken, falls merhere Drohnen im Einsatz sind
-
2. den geladenen Akku richtigherum einlegen
-
3. Drohen durch den seitlichen Button anschalten (drücken, bis die Drohne vorne blinkt) und auf eine freie Fläche (Fußboden) legen
-
4. das Endgerät mit dem WLAN der Drohne verbinden. Dazu das WLAN-Menü des Endgeräts aufrufen und das entsprechende WLAN auswählen (Nach einem Akku-Wechsel muss Drohne neu über WLAN verbunden werden.).
-
5. eine der Apps starten (bei der Tello Edu App den roten Controller auswählen)
-
6. Start-Button in der App drücken (Kreis mit senkrechtem Pfeil). Die Drohne sollte nun auf ca. 1m Höhe starten.
-
7. Mit Hilfe der Daumen die Drohne steuern.
-
8. Zum Landen den (veränderten) Startbutton drücken. Die Drohne landet automatisch. Darauf achten, dass sich unter der Drohne nichts befindet.
WLAN
-
Wenn sich die Drohne mit dem WLAN verbindet, zeigen manche Endgeräte eine Fehlermeldung an, dass keine Internetverbindung möglich ist. Das ist kein Problem/Fehler, denn die Drohne benötigt kein Internet und ermöglicht auch keinen Zugang in das Internet :) Also: kein Problem, die Drohne lässt sich trotz der Meldung normal bedienen.
-
Es ist sinnvoll die automtische Anmeldung in andere WLAN-Netze auszuschalten, damit das WLAN nicht unabsichtlich wechselt und die Verbindung zur Drohne abgebrochen wird.
-
Bei zu vielen Drohnen auf engstem Raum kann es zu Störungen kommen, da sich die WLAN-Netze gegenseitig behindern. Auch kann auf manchen Geräten das passende WLAN der eigenen Drohne nicht angezeigt werden. Dann hilft in der Regel ein Neustart der Drohne oder das Entfernen anderer WLAN-Zugänge in Reichweite aus der Liste am Engerät.
Drohnenregeln für Kinder
Mission Pads
Werbevideo
Drohnenführerschein
-
Es gibt den kleinen und den großen Drohnenführerschein. Letzterer ist Voraussetzung für den Betrieb größerer Drohnen.
-
lba-openuav.de LINK
versch. Programmiermöglichkeiten
Tello App
-
Die offizielle App des Herstellers ist für Android und IOS verfügbar.
-
Damit lassen sich Flüge manuell durchführen, die später präzise programmiert werden sollen:
-
www.dji.com LINK
-
www.ryzerobotics.com LINK
-
Die App wird leider nicht mehr vom Hersteller aktualisiert.
DroneBlocks
-
Mit iOS, Chrome Extension und Windows funktioniert die Tello EDU mit DroneBlocks, unter Android jedoch nicht.
-
www.ryzerobotics.com LINK
-
apps.apple.com LINK
Python
-
Drohnen programmieren mit Python und der DJI Tello:
https://infolab.cs.uni-saarland.de/wp-content/uploads/2022/10/2022-09-27-DJI-Tello-mit-Python-3-programmieren.pdf
Scratch
-
Mit der Scratch-Erweiterung für Tello kannst du die Drohne grafisch programmieren und komplexe Flugmanöver erstellen.
-
Scratch als alternative Bedienung mit Addons z. B. mind+ (in EN) www.mindplus.cc oder Scratch app
-
Video-Tutorial unter https://youtube.mzhd.de/#/v/66152facd2c50
Scratch mit Tello-Erweiterung: https://github.com/kebhr/scratch3-tello/releases
Warum machen wir das?
Kompetenzen für eine digitalisierte Welt
-
Es kann der Erwerb zahlreicher geforderter Kompetenzen unterstützen!
-
"Problemlösen und Handeln" KMK
-
In dieser medialen Welt ist es unumgänglich, dass Kinder und Jugendliche mit ferngesteuerten Objekten und Programmieren in Berührung kommen. Unser Ansatz ist es, sie nicht dem einfach auszusetzten, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben sich aktiv dazu zu verhalten, sich kritisch mit Drohnen und ihrer Anwendung auseinander zu setzen.
Faszination
-
Unterricht mit Drohnen kann motivationsfördernd sein und alleine aus dem Grund den Unterricht bereichern.
-
Drohnen zeigen den Kindern neue Perspektiven auf die Welt und sofortige Erfolgserlebnisse.
-
Dabei geht es nicht nur um die Bedienung der Geräte, sondern um die Schulung neuer Denkprozesse und Kreativität..