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Workshop Astrobiologie
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Ein interaktiver Impulsvortrag führt in die naturwissenschaftlichen Grundlagen – Physik, Chemie, Biologie – für die Entstehung von Leben ein. Die frühe Evolution der Erde mit dem Übergang von unbelebt zu belebt wird kurz vorgestellt, genauso wie fossile Nachweise dafür. Dann geht es um das Konzept von Astrobiologie, also außerirdischem Leben. Dabei wird auch naturwissenschaftliche Methodik kurz umrissen, dann geht es zur Vorstellung einiger extremer Lebensräume auf der Erde und warum sie für Astrobiologen interessant sind, es folgen Grundlagenkenntnisse zu Astrobiologie-Forschung in unserem eigenen Sonnensystem – auf dem Mars und den Eismonden von Jupiter und Saturn. Danach gibt es einen Ausblick auf die Entdeckung und das Wissen zu Exomonden und Exoplaneten sowie den Grenzen ihrer Erforschung. Zum Schluß werden die von mir entworfenen Toolboxes vorgestellt: Alien-Toolbox, Planeten-Toolbox und Expeditions-Toolbox. Sie sind „Erfindungsmaschinen“ für fremdartiges Leben, Planeten und eine Expedition ins Weltall.
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Die Teilnehmenden diskutieren dann das weitere Vorgehen und beschließen, gemeinsam ein Konzept für einen Planeten zu entwickeln: Ihr Planet ist recht erdähnlich und hat durch eine gebundene Rotation zwei ganz unterschiedliche Seiten: eine Tag- und eine Nachtseite. Außerdem ist die Schwerkraft niedriger als auf der Erde, so dass es schwebende Flüsse, schwere Wolken und schwebende bzw. fliegende Tiere, Pflanzen und Pilze gibt.
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Die Gruppe organisiert sich vollständig allein. Es folgt eine lebendige Diskussion zu Einzelheiten des Planeten. An einigen Stellen gebe ich ein paar Infos zu biologischen Konzepten. Meine wichtigste Hilfestellung ist, mit Stift und Kabel einen perfekten Halbkreis auf jedes Poster zu zeichnen. Ansonsten arbeiten sie frei, ohne Nutzung von Literatur (Ich hatte verschiedene Bücher und aktuelle Hefte von Spektrum der Wissenschaft sowie Sterne und Weltraum im Nebenraum, der Bibliothek der Sternwarte, bereitgelegt.)
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Die Kinder gehen dann in zwei Gruppen daran, jeweils eine halbe Planetenhälfte mit Stiften und Beschriftungen zu gestalten und haben sichtlich Spaß daran. Es wird gelacht, gescherzt und entwickelt. Sie haben es als freie Übung zum Worldbuilding aufgefasst, wir haben auch kurz über Science Fiction-Konzepte gesprochen – genau dort werden ja auf vorhandenem Wissen aufbauend neue Welten und Wesen erschaffen.
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Sie planen ihren Planeten interdisziplinär und nachhaltig.
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Die Poster sehen ganz unterschiedlich aus:
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Nachtseite Luminaria mit Schwerpunkt Biologie
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Die Kids denken sich eine Fülle von Organismen aus. Dabei nutzen sie teils irdische Vorlagen inkl. Fossilien (Nacktschnecken, Dinosaurier, u a) oder kommen durch Scribbles zu neuartigen Körperformen. Die meisten Lebewesen sind bioluminiszent – eine Teilnehmerin hat luminiszente Textmarker dabei. Neben vielen fliegenden Pflanzen und Tieren tauchen auch hier viele Pilze auf, u a als Nahrung für Menschen.
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Alle Tiere sind friedlich, manche flauschig. Die Kids erzählen sich gegenseitig mehr über die Lebensweise und Lebensräume ihrer Wunderwesen. Mikroskopisch kleine Lebensformen werden unter Lupen eingezeichnet.
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Wegen der niedrigen Schwerkraft gibt es hier schwebende Flüsse.
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Tagseite Solphilie mit Schwerpunkt Geographie/Kartographie
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Die großräumige Aufteilung des Planetenviertels mit Wasserflächen, Wüsten, Pflanzenbeständen und Siedlungsgebieten sieht kartographisch aus. Mit großflächigen Schraffuren und einer präzisen Legende entwickeln die SuS eine Karte ihrer Tagseite.
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Für die Menschen nahmen sie eine Steinzeitkultur an.
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Auf der Tagseite entstehen Entwürfe für eine Pflanze und einen Pilz: Ein umgedreht wachsender Baum streckt seine Wurzeln in die Höhe und betreibt mit ihnen Photosynthese, während die Blätter mit winzigen Wurzeln nach unten zeigen.
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Ein riesiger Pilz soll Pflanzen vor der ewigen Sonne beschirmen.
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Abschluß
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Wegen des Austauschs während der Gruppenarbeit machten wir zum Schluss nur eine kurze Zusammenfassung für alle und für einige neugierige Eltern, die zum Abholen gekommen sind.
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Zwischendurch hat der Sternwartenleiter Rainer Kresken noch auf der Beobachtungsplattform der Sternwarte ein Teleskop mit Sonnenfilter zur Sonnenbeobachtung eingerichtet, was die Kinder begeistert annahmen.
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Ca 10 Minuten: Aufräumen und Verabschieden
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Persönliche Anmerkung
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Mit diesen Kindern würde ich sehr gern noch einmal einen Workshop machen, es war eine Freude. Ich hatte ihnen, da sie schließlich nach einer anstrengenden Schulwoche freiwillig an der Veranstaltung teilnahmen, vollkommen freie Hand gelassen.
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Die freie Arbeit ist ganz anders verlaufen, als ich erwartet hatte. Es war großartig, zu beobachten, wie sie das gerade erfahrene neuartige Wissen, Worte und Konzepte anwendeten und mit ungeheurer Kreativität vorgingen. Die Kinder machten aus ihren unterschiedlichen Skills und Temperamenten selbständig eine inhaltlich und sozial funktionierende Gruppe.
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Für mich war es eine persönliche Bereicherung und Freude.