Perspektiven für Lehrende
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Gesprächsleitfaden kurz:
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Kurz-Gesprächsleitfaden für Lehrkräfte
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(5–10 Minuten, schulischer Kontext, niedrigschwellige Gesprächsangebote)
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1. Rahmen setzen (1 Minute)
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„Ich würde gern kurz mit dir sprechen, weil mir etwas aufgefallen ist bzw. weil ich sicherstellen möchte, dass es dir gut geht.“
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Neutral, nicht wertend, ohne Körper- oder Essbezug.
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Wichtig:
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→ Ungestörter Raum, Tür angelehnt/geschlossen, Handy weg, kein Publikum.
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2. Wahrnehmung spiegeln (1–2 Minuten)
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Formulierungen:
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„Mir ist aufgefallen, dass du in letzter Zeit oft sehr erschöpft wirkst.“
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„Ich habe bemerkt, dass du dich häufiger zurückziehst.“
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„Ich mache mir ein wenig Sorgen, weil du gerade so belastet wirkst.“
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Nicht:
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❌ „Du hast abgenommen.“
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❌ „Isst du genug?“
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❌ „Du siehst krank aus.“
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3. Offene Türöffnerfrage stellen (2 Minuten)
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„Wie geht es dir damit?“
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„Was beschäftigt dich gerade am meisten?“
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„Gibt es etwas, das dir zurzeit schwerfällt?“
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Wenn das Gespräch stockt:
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„War die letzte Zeit eher leicht oder eher schwierig für dich?“
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„Wenn du eine Sache ändern könntest: Welche wäre das?“
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4. Sicherheit und Beziehung anbieten (1–2 Minuten)
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„Du bestimmst, worüber du sprechen möchtest – oder auch nicht.“
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„Ich bin da, wenn du jemanden brauchst.“
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„Wir können auch schrittweise sprechen, wenn dir das lieber ist.“
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Für bekannte Betroffene:
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„Gibt es etwas, das dir hier in der Schule hilft, damit du dich sicherer fühlst?“
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„Wie kann ich erkennen, dass du Unterstützung brauchst?“
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5. Weiterführende Unterstützung anbahnen (1–2 Minuten)
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Unverbindlich, nicht drängend:
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„Möchtest du, dass wir jemanden dazuholen, der dich gut unterstützen kann – Schulsozialarbeit, Vertrauenslehrkraft, Therapeut:in, Eltern?“
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„Wir können gemeinsam überlegen, wer dir gut tun könnte.“
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Wichtig:
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→ Keine Diagnosen, kein Druck, keine Versprechen, die Schule nicht halten kann.
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6. Abschluss (30 Sekunden)
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„Danke, dass du mit mir gesprochen hast.“
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„Wenn du magst, können wir in ein paar Tagen noch einmal kurz sprechen.“
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„Du kannst jederzeit auf mich zukommen.“
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Notfall-Hinweis (sehr kurz für Lehrkräfte)
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Wenn Schüler:in sagt:
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„Ich verletze mich.“
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„Ich esse gar nicht mehr / übergebe mich.“
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„Ich will nicht mehr leben.“
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→ Sofort weiterleiten an:
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